. .

AGBs

Allgemeine Ausführungsbedingungen für Spezialtiefbauarbeiten
Fa. Knubben Spezialtiefbau vom 15.12.2001


1. Vorbereitende Arbeiten

1. Alle zur Ausführung benötigten Unterlagen , (Pfahlplan , Lastplan , Bodengutachten etc. ) müssen 14 Arbeitstage vor dem geplanten Ausführungstermin bei uns vorliegen.

2. Die An- und Abfahrtswege zum Baugelände müssen für den Schwerlasttransport ( 68to , 23,00 m Länge sowie 4,00 m Breite ) ausgelegt sein . Sollte ein Ab- bzw. Aufladen des Bohr-gerätes nicht auf dem Baugelände möglich sein , müssen die Strassen , Bürgersteige etc. bauseits mittels Stahlplatten bzw. Holzbohlen gegen Beschädigung gesichert und nach Fertigstellung der Arbeiten bei Beschmutzung gereinigt werden .

3. Zum Einfahren in die Baugrube oder bei Versprüngen in der Arbeitsebene werden Rampen mit einer Neigung maximal 1:4, Breite minimal 5 m erforderlich.

4. Die Arbeitsebene ( Bohrebene ) sollte als Grobplanum ohne Fundamentgruben in einer von uns genannten Höhe für ein Großgerät und Zusatzgerät bei jeder Witterung befahrbar sein. Grundwasser höher als 1 m unter Arbeitsebene mindert die Befahrbarkeit. Höher als 0,50 m unter der Arbeitsebene sollte das Grundwasser nicht anstehen.

5. Eine ausreichend befestigte Zufahrt für unser Bohrgerät (Gewicht 55 t) zu den Bohrpunkten ist erforderlich. Das Baufeld muss so beschaffen sein , dass keine Einschränkungen beim Manövrieren des Gerätes entstehen .
( Geräteabmessung 10,00m x 4,50m )

6. Des weiteren setzen wir einen Bauplatz für Betonpumpe , Betonmischer , Minibagger und Container in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsfeld in einer Größe von 10 x 20 m voraus.

7. Für das nachträgliche Einrütteln der Bewehrung ist lediglich ein Stromanschluß von 380V , 32A Absicherung erforderlich . Gestellen von Baucontainer sowie Sanitäreinrichtungen durch den AG.

8. Vorhandene Bauwerke wie Leitungen, Kabel, Verbaue, Anker usw. auf, neben und unter dem Arbeitsfeld können beeinträchtigt werden. Die genaue Lage ist festzustellen und verbindlich zu markieren. Bei einem Ortstermin machen wir über eventuell erforderliche Schutzmaßnahmen zusätzliche Aussagen.

9. Böschungen und aufgehende Bauwerke sind hindernde Begrenzungen der Arbeitsebene. Sondermaßnahmen sind bei Abständen unter 2,00 m ggf. erforderlich.


10. Luftraum muß frei sein (z.B. vorspringende Dächer, Hochspannungsleitungen).

11. Vor Beginn unserer Arbeiten ist bei den zuständigen Stellen Kampfmittelfreiheit zu überprüfen. Die Freigabe ist uns schriftlich mitzuteilen.

2. Ausführung

1. Das Einmessen der Bohrpunkte sollte mittels Holzpflöcke (3 x 3 x 40cm ) die im Pfahlmittelpunkt gesetzt werden und ca. 2cm über der Arbeitsebene herausragen , erfolgen. Schnurgerüste sind im Abstand von ca. 4,00 m zum Arbeitsfeld zu setzen.

2. Die Reihenfolge der Bohrungen wird durch uns festgelegt , so dass ein kontinuierliches arbeiten möglich ist . Sollte dies nicht möglich sein , muß der AG Abweichungen die zu Mehrkosten führen verantworten .

3. Die Pfähle werden auf Höhe Bohrplanum mittels eines Minibaggers von uns abgearbeitet . Wir gehen davon aus , dass in der Nähe der Pfähle keine Kabel etc. verlegt sind . Sollten die Pfahlköpfe höher/tiefer als Bohrplanum liegen , müssen diese bauseits aufbetoniert/gekappt werden .

4. Durch Reinigen der Betonpumpe und des Bohrers können Verunreinigungen der Arbeitsebene durch Bohrgut (wird seitlich neben den Pfählen gelagert ) und Betonreste entstehen , die bauseits zu entfernen sind . Bei Bohrungen in unmittelbarer Nähe an vorh. Gebäuden kann durch herunterfallendes Bohrgut bzw. Betonspritzer/Betonschlauch Verschmutz-ungen/Beschädigungen verursacht werden , die ebenfalls bauseits zu entfernen sind .

5. Nach Fertigstellung der Bohrpfähle darf das Baufeld 5 Tage nicht befahren bzw. keine Erdarbeiten ausgeführt werden . Sollten die hergestellten Pfähle durch eine Integritätsprüfung kontrolliert werden , kann diese frühestens 5 Tage nach Herstellung der Pfähle erfolgen. Der AG muß dafür die Pfahlköpfe freilegen .

6. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ist es notwendig , dass erwärmter Beton geliefert werden muss . Den Aufpreis von netto € 9,00/m³ wird dem AG in Rechnung gestellt . Damit bei Frost die Qualität der Pfähle nicht beeinträchtig wird , ist ein Abdecken der Pfahlköpfe durch den AG notwendig .

3. Stillstand und Behinderungen

1. Hindernisse im Boden wie Fundamente, Beton und anderes können ein Versetzen des Bohrpfahles erforderlich machen. Eine Beseitigung kann erforderlich werden, wenn das Hindernis nicht zu überwinden oder zu umgehen ist. Sollten durch diese Hindernisse Schäden am Bohrer bzw. am Bohrgerät auftreten, werden diese von unserer Seite in Rechnung gestellt.

2. Stillstände die nicht durch uns zu vertreten sind , werden dem AG in Rechnung gestellt. Des weiteren behalten wir uns das Recht vor , das Bohrgerät abzufahren , damit keine Stillstandkosten entstehen . Eine erneute Anfahrt des Bohrgerätes wird durch uns bestimmt. Die anfallenden Kosten trägt der AG.

3. Kosten für die zusätzliche Gestellung von Personal, Geräte oder Transporte zur Durchführung von Arbeiten sind gesondert zu erstatten.

4. Vom Bauherrn werden Genehmigungen zur Durchführung der angebotenen Arbeiten wie Wasserrechts-, Absperr-, Wegerechts-, Mitbenutzungsgenehmigungen, Baufreigabe und andere sowie die nötigen Abnahmen und Prüfungen bei den zuständigen Stellen eingeholt. 14 Tage vor dem vereinbarten Ausführungstermin sollten uns Terminverschiebungen mitgeteilt werden.

Dieses Dokument können Sie auch downloaden: