. .
19.03.2009 17:19 Alter: 11 yrs

Neubau des Martinistifts in Wesel

WESEL. Imposant ragt der 22 Meter lange Bohrmast in die Höhe. Der Motor der 55 Tonnen schweren Bohrmaschine heult auf, während seine 550 Pferdestärken Schwerstarbeit leisten und die riesige Betonschnecke Zentimeter für Zentimeter in den Boden versenken. Nach einigen Minuten kommt sie zum Stehen. Sie steckt jetzt bis zu

14 Metern in der Erde. Blitzschnell öffnet sie eine kleine Klappe am unteren Ende. Von einem Mischer werden dann etliche Kubikmeter Beton nach unten gepumpt.

„Der Boden ist hier sehr weich. Damit der Neubau des Martinistifts auf sicheren Beinen steht, gießen wir 41 unterirdische Betonpfähle. Darauf kommt das Fundament", erklärt Bauleiter Thomas Neinhuis von der Tiefbaufirma Knubben.

Bereits am Freitag waren die mächtigen Maschinen unter Polizeischutz auf einem Schwertransporter nach Wesel gebracht worden. Gestern waren Neinhuis und seine Mannschaft bis gegen 14 Uhr im Einsatz. Rund 130 Kubikmeter Beton fließen in die durchschnittlich einen halben Meter breiten Erdlöcher.

Auf den starken Säulen wird nun der Neubau mit 14 Pflegeplätzen und sechs Seniorenwohnungen entstehen. „Der Neubau ist nur ein Teil unserer Modernisierung", so Pflegedienstleiterin Ursula Gubela. Bisher stehen 59 Pflegeplätze zur Verfügung. Diese werden durch Neu- und Umbau des bisherigen Trakts auf 48 reduziert. Dafür entstehen elf Seniorenwohnungen. „Für die gab es in Wesel großen Bedarf. Hier werden alte Menschen in ihrem Alltag optimal unterstützt, erhalten aber keine Pflegeleistungen", sagte Heimleiter Josef Reining.